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Samstag, 9. November 2019

Vom Duft vergangener Farben und von der Sehnsucht nach Abenteuern, Reisen und echten Feen...



Es ist ganz stille. Aufrecht steht der Duft
vergangner Farben in den welken Wegen.
Die Himmel halten einen langen Regen
die Blätter gehn auf Stufen durch die Luft.


Rainer Maria Rilke














Es gab eine längere Pause in diesem Blog. Den vergangenen Sommer habe ich übersprungen. Zu groß war er mir, zu heiß und zu laut. Und leider zu sehr mit anderem angefüllt.

Mit dem Herbst nun kommt die Lesezeit. In jeder Hinsicht. Die Neugier auf neu erscheinende Bücher wächst und jede Menge Menschen beschäftigen sich wieder einmal mit dem Thema Lesen. Und so fand nun auch eine Vorlesestudie der Stiftung Lesen erneut heraus, dass Eltern ihren Kindern viel zu selten vorlesen. 

Das erinnerte mich an ein kleines Mädchen, mit dem ich mich vor einiger Zeit auf dem Spielplatz an meiner Schule unterhielt. Ich hatte es zuvor dort noch nie gesehen. Es ging selbst noch in den Kindergarten, wie es mir erzählte, und war gekommen, um ein Geschwisterkind vom Nachmittagsunterricht abzuholen. Wir sprachen über den Schulanfang und das Lesenlernen. Es würde so gern schon lesen können, meinte es. Und wie eben Erwachsene manchmal so daherreden, sagte ich so etwas wie: "Na, das lernst du bestimmt schnell - und bis dahin kannst du dir ja noch vorlesen lassen!" Da sah mich das Mädchen traurig an. "Von wem denn?" Ich fragte: "Wird denn im Kindergarten nicht vorgelesen?" Es schüttelte den Kopf. "Nur manchmal. Wenn die Vorlesepaten kommen. Und oft kommen die gar nicht." - "Und die Erzieherinnen?" - "Nein, die nicht. Die machen andere Sachen mit uns, aber vorlesen tun die gar nicht." Die Mutter des Mädchens, die vom Rand des Spielplatzes unsere Unterhaltung mitverfolgte und sehr müde wirkte, fügte hinzu: "Und zuhause schaffen wir es auch nicht. Auch wenn wir es uns noch so sehr vornehmen. Wir finden einfach keine Zeit." In diesem Augenblick setzte die Schulglocke unserem Gespräch ein Ende.

Zurück blieb ich. Etwas ratlos. Es war ja nichts so Neues, was ich da erfahren hatte. Ich weiß um die vielseitigen Aufgaben der Erzieherinnen und Erzieher im Kindergarten und darum, dass es von ihnen fast überall noch immer zu wenige gibt; ich weiß auch, dass es nicht immer einfach ist, ehrenamtliche Lesepaten zu finden. Ich weiß, wie viele Großeltern selbst noch im Arbeitsleben stehen und ich weiß auch noch, wie es war, selbst als Mutter todmüde von der Arbeit nach Hause zu kommen. 

Ich erinnere mich aber auch daran, dass Lesen - auch das gemeinsame Lesen mit meinem Kind - für mich eher Erholung bedeutete und den Vorrang hatte vor anderen Tätigkeiten. Auch vor dem Fernsehen, dazu war ich meist zu ungeduldig; ich wollte nicht nur dasitzen und aufnehmen, was mir dort serviert wurde. Beim Lesen musste ich selbst aktiv werden, konnte innehalten, wann ich wollte und in Ruhe nachdenken oder träumen, vor- oder zurückblättern. Computer hatten wir damals noch keinen, auch kein Internet. Ein Handy diente nur zum Telefonieren. Niemand hätte geahnt, was ein Handy kurze Zeit später schon alles können würde! Aber aus vielen Büchern, die wir in dieser Zeit gemeinsam gelesen hatten, zitieren Raphi und ich oft noch heute, wenn wir uns treffen und uns gerade etwas daraus in den Sinn kommt, vor allem, wenn es etwas Witziges war! Das passiert oft, ein Stichwort genügt - und wir können immer wieder neu darüber lachen! Auch das zählt zu den gemeinsamen Erinnerungen, die bleiben. Erinnerungen an Erlebtes können ja manchmal ganz unterschiedlich sein und es gibt vieles, woran wir vielleicht nicht so gern zurückdenken. Erinnerungen an Gelesenes jedoch zählen meist zu den schönen Erinnerungen, an denen wir uns aufrichten können, wenn es uns mal nicht so gut geht. 

Ich glaube nicht, dass es heute, hätte ich noch einmal jüngere Kinder, sehr viel anders wäre. Gewiss, heute verbringe ich gern viel Zeit im Internet mit dem Laptop oder Tablet. Zeit zum Lesen nehme ich mir dennoch. Mir würde sonst etwas fehlen! Ich glaube, es ist wichtig, sich die Zeit bewusst zu nehmen. Und vieles, womit ich mich im Internet beschäftige, hat mit dem Thema Lesen zu tun, wie ja auch mein Blog hier.

Noch immer weiß ich wenig über seine Leserinnen und Leser. Schauen hier wirklich Kinder herein? Oder doch mehr deren Eltern und Großeltern? Oder Menschen, die beruflich mit Kindern zu tun haben? Ich weiß es nicht. Zumeist mache ich ja über soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook auf neue Beiträge aufmerksam und dort erreiche ich wohl eher die Erwachsenen.

Jedenfalls habe ich wieder nach Büchern Ausschau gehalten, an denen Kleine und Große gleichermaßen Freude haben können. Gerade das Bilderbuch hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen, es ist inzwischen zu einer eigenen Kunstform geworden, die ihre Fans in jedem Alter findet.

Kennt ihr das? Jemand ist müde und will nur noch schlafen, der oder die andere hingegen ist so was von hellwach und voller abenteuerlicher Ideen? Ebenso geht es den ungleichen Nachbarn Bär und Ente. Wer von euch sich wohl in dieser witzigen Geschichte wiederfindet und wo?

Jory John/Benji Davies:
Du schon wieder!

Übersetzt von Ebi Naumann
ISBN: 978-3-8489-0169-2
13,00 €
Stuttgart 2019 (Aladin)

Überall im Buchhandel










Der Herbst ist die Zeit des Vogelzugs. Nur Gänserich George gibt vor, nicht gern zu reisen. Er bleibt lieber am Ort. Fragen Freunde nach, gibt er an, viel zu tun zu haben. Aber George hat in Wirklichkeit ein ganz anderes Problem: Er kann nämlich nicht fliegen. Sein technisch begabter Freund Pascal - natürlich mal wieder ein Bär! - lässt sich auf der Suche nach einer Lösung so manches einfallen, doch auch er stößt bald an seine Grenzen. Wie George schließlich doch noch zum Fliegen verholfen werden kann, erzählt diese berührende Geschichte von verlässlicher Freundschaft und Phantasie, die alle Hindernisse überwindet.



Gus Gordon:  

Irgendwohin
oder der Tag, an dem George das Fliegen lernte

Aus dem Englischen von
Gundula Müller-Wallraf

ISBN 978-3-95728-026-8
14, 00 €
München 2018 (Knesebeck)
Überall im Buchhandel

Feengeschichten waren zu allen Zeiten dazu angetan, unsere Phantasie zu beflügeln. Wir versetzen uns ins Jahr 1917 in England. Zwei kleine Mädchen spielen gern im Wald und leben mit den "Geschöpfen des Waldes" in vertrauter Freundschaft. Eines Tages kommen sie auf die Idee, die Feen, die sich nur ihnen zu erkennen geben, zu fotografieren, um sie auch den Erwachsenen zu zeigen. Sie ahnen nicht, welchen Wirbel sie damit auslösen werden! Die Bilder machen überall die Runde, Zeitungen berichten darüber. Arthur Doyle, Autor der Sherlock-Holmes-Bücher, der sich gern mit außergewöhnlichen Erscheinungen beschäftigt, hält die Feenfotos für echt. Viele Menschen beschäftigten sich über viele Jahre mit diesem Rätsel. Erst als die beiden Schwestern schon in hohem Alter waren, gab eine von ihnen zu, dass sie damals für die Fotos selbst gemalte und ausgeschnittene Papierfiguren mit Stecknadeln verwendet hätten. Die Feen selbst seien zu unruhig gewesen, um sich fotografieren zu lassen, denn Fotografieren war damals noch eine aufwändige Sache, die viel Stillhalten erforderte. Dass es die Feen von Cottingley jedoch wirklich gegeben hat, haben beide Frauen ihr Leben lang hoch und heilig versichert! Ihre Geschichte wird nun in diesem bezaubernden Bilderbuch nacherzählt:


Ana Sender:

Die Feen von Cottingley

Aus dem Spanischen von Marianne Gareis

15,00 €
ISBN: 978-3-314-10477-0
Zürich 2019 (Nord-Süd)

Überall im Buchhandel













Für alle Kinder, die ebenso gern im Wald sind, gibt es ein neues Natur-Sachbuch von Peter Wohlleben, den ihr bereits von seinen faszinierenden Büchern über Bäume kennt. Diesmal geht es um Tiere und wieder gibt es jede Menge Wissenswertes und Erstaunliches mit vielen tollen Fotos sowie praktische Tipps für eigene Erkundungen.




Peter Wohlleben:

Weißt du, wo die Tiere wohnen?

Eine Entdeckungsreise durch Wiese und Wald
Illustrationen von Stefanie Reich und Dagmar Herrmann
18,00 €
ISBN: 978-3-7891-0941-6
Hamburg 2019 (Oetinger)

Überall im Buchhandel





Dass ihr mir gut durch den Herbst kommt und euch eure Neugier und den Spaß am Lesen, Lernen und Entdecken immer erhaltet, wünscht euch

Betty


Samstag, 21. Oktober 2017

Von einem unverstellten Himmel, farbenfrohen Karussells, philosophischen Bären - und dem Recht der Kinder auf gute Seiten im Internet...

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen.
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Eduard Mörike







Eigentlich heißt dieses Gedicht ja "Septembermorgen". Aber es will mir noch besser zum Oktober passen. Ich mag es sehr, denn sowie ich es lese oder höre, spüre ich genau den Zauber, der sich einstellt, wenn das Licht durch den frühen Nebel dringt und die Landschaft in herbstliches Gold eintauchen lässt.


Ich bin dem Dichter wieder begegnet. Im Literaturmuseum in Marbach am Neckar, der Geburtsstadt des Dichters Schiller, der noch etwas früher lebte als Mörike. Dass Eduard Mörike gern in der Natur war, lässt sich dort unschwer feststellen. Wir können dort seinen Spazierstock und einen Teil seiner großen Sammlung an Steinen und Fossilien, die er von allen seinen Wanderungen heim trug, bewundern.


















Aber auch den originalen alten Turmhahn vom Kirchturm des baden-württembergischen Dorfes Cleversulzbach, wo der Dichter einst Pfarrer war, findet ihr dort. Diesen Hahn hatte er vor dem Wegwerfen bewahrt und ihm ein sehr langes Gedicht gewidmet. Hier könnt ihr klicken, wenn ihr die Geschichte nochmals nachlesen wollt. 

Geboren ist Mörike nicht allzu weit weg von Marbach, in Ludwigsburg, wo ich immer wieder gerne Schloss und Garten besuche und als Kind schon immer meine Eltern ordentlich nervte, damit wir dort hinfuhren. Dort gibt es im Oberen Ostgarten ein restauriertes altes Karussell, auf dem sich in früheren Zeiten vor allem die Erwachsenen der Hofgesellschaft vergnügten. Zum Glück gibt es ja auch heute noch - oder wieder - Große, die zugeben, dass sie hin und wieder noch gern spielen. Deshalb hatte ich auch vor drei Jahren, als ich mit dieser Seite begann, ein Foto dieses Karussells als Symbolbild gewählt. Ihr findet es auf der rechten Seite dieses Blogs. Denn die Seite sollte ja allen jungen und jung gebliebenen Literaturfreundinnen und Literaturfreunden gewidmet sein.


Pferdekarussell im Oberen Ostgarten
Blühendes Barock Ludwigsburg




Nun, gerade beim Stöbern in einer Buchhandlung in der Schillerstadt Marbach ergab es sich, dass mir ein Bilderbuch über ein Karussell-Gedicht in die Hände fiel. Ein anderer Dichter war es, der es schrieb, - und er meinte natürlich auch nicht dieses Karussell, sondern eines, das er in einem Park in Paris, im Jardin du Luxembourg gesehen hatte.


Und dies ist das Gedicht:

Das Karussell
Jardin du Luxembourg

Mit einem Dach und seinem Schatten dreht
sich eine kleine Weile der Bestand
von bunten Pferden, alle aus dem Land,
das lange zögert, eh es untergeht.
Zwar manche sind an Wagen angespannt,
doch alle haben Mut in ihren Mienen;
ein böser roter Löwe geht mit ihnen
und dann und wann ein weißer Elefant.

Sogar ein Hirsch ist da, ganz wie im Wald,
nur dass er einen Sattel trägt und drüber
ein kleines blaues Mädchen aufgeschnallt.

Und auf dem Löwen reitet weiß ein Junge
und hält sich mit der kleinen heißen Hand
dieweil der Löwe Zähne zeigt und Zunge.

Und dann und wann ein weißer Elefant.




Und auf den Pferden kommen sie vorüber,
auch Mädchen, helle, diesem Pferdesprunge
fast schon entwachsen; mitten in dem Schwunge
schauen sie auf, irgendwohin, herüber –.

Und dann und wann ein weißer Elefant.

Und das geht hin und eilt sich, dass es endet,
und kreist und dreht sich nur und hat kein Ziel.
Ein Rot, ein Grün, ein Grau vorbeigesendet,
ein kleines kaum begonnenes Profil –.
Und manchesmal ein Lächeln, hergewendet,
ein seliges, das blendet und verschwendet
an dieses atemlose blinde Spiel ...

Rainer Maria Rilke





Mit einem weißen Elefanten kann das Karussell in Ludwigsburg nun nicht dienen, mit Pferden und Hirschen aber schon. Das Karussell jedoch, das der Dichter vor Augen gehabt haben könnte, zeigt euch dieses stimmungsvolle Bilderbuch.

Rainer Maria Rilke:
Das Karussell
mit Bildern von Isabel Pin
Berlin 2008 (Kindermann)
€ 15,90
ISBN 978-3-934029-28-6
Überall im Buchhandel


Oder ihr lasst in euch euer eigenes Bild von einem Karussell entstehen. Lest das Gedicht so oft, bis ihr es auswendig könnt, dann schließt die Augen. Wenn ihr ein Bild in euch habt, holt euch Stifte, Farben und Papier - und los geht es!


Das Rilke-Haus in Fischerhude


Steg am Rilkehaus in Fischerhude
Ein wenig bin ich vor einigen Wochen auch diesem Dichter begegnet, auf einer Kurzreise zu einer Tagung nach Bremen, wo ich auch die Künstlerdörfer Worpswede und Fischerhude ganz in der Nähe besuchte. Diese liegen in einer Moorlandschaft, die gerade im Herbst Malerinnen und Maler wie Paula-Modersohn-Becker, Otto Modersohn, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler zu ihren schönsten Bildern inspirierte. Diese Fotos zeigen das ehemalige Atelierhaus von Rilkes Frau, der Malerin und Bildhauerin Clara Rilke-Westhoff, die dort wohnte und arbeitete. Heute beherbergt das Haus, das von einem wunderschönen Garten umgeben ist, ein Café. Trotz des Regens an diesem Tag hat sich die Blumenpracht des Gartens inmitten der Wasserlandschaft des Flüsschens Wümme noch einmal in ihren schönsten Farben gezeigt.





Im Garten des Rilke-Hauses in Fischerhude


Sonnenuntergang an der Hamme
Klein-Helgoland/Worpswede
Dass die Malerinnen und Maler sich von dieser Landschaft gern verzaubern ließen, konnte ich gut nachfühlen bei diesem Sonnenuntergang an der Hamme bei Worpswede.




















Vor zwei Wochen war mein Sohn Raphael, den ich ja nicht mehr so oft sehe, weil er in Köln lebt und studiert, bei mir zu Besuch. Er ist ebenso gern in der Natur wie ich und so haben wir manche Wanderung zusammen unternommen. Dieses Foto zeigt ihn, als wir vom Hohlohturm die Aussicht über den nördlichen Schwarzwald genossen.


Mit Raphi auf dem Hohloh-Turm im Schwarzwald

Steg durchs Hohloh-Hochmoor
im Nordschwarzwald

Auch dieser Turm liegt in einer geheimnisvollen Moorlandschaft, durch die Stege führen, weil man sonst sehr leicht versinken könnte. In dieser Gegend finden sich noch Schmetterlinge, die leider nur noch selten zu bewundern sind, wie der Trauermantel.

Trauermantel im Wildsee-Moor





Der Hohlohsee im Nordschwarzwald
Hier am Hohlohsee entfaltet Maler Herbst seinen Farbenzauber.












Im Hohloh-Hochmoor


Wohin gehen jung gebliebene Mütter mit ihren Kindern gerne, auch wenn diese Kinder schon groß sind? Natürlich in den Tierpark! Und so bekamen wir Lust, gemeinsam wieder einmal ein nahe gelegenes Wildgehege aufzusuchen, wo wir sehr "gechillte" Braunbären antrafen, die sich wohl bald für den nahen Winterschlaf rüsten.









Bären habe ich schon immer geliebt, Bücher von Bären auch, so dass mir gleich ein Lieblingsbuch aus Kindertagen in Erinnerung kommt, von dem sich noch heute kleine und große Leserinnen und Leser gern verzaubern lassen.

Pu der Bär, den ihr sicherlich auch aus Filmen als "Winnie Puh" kennt, erlebt mit Christopher Robin und seinen tierischen Freunden Ferkel, Kaninchen, Eule, I-Aah, Tiger, Känga und Klein-Ruh herrlich komische, unvergessliche Abenteuer im Hundertsechzig-Morgen-Wald. Sie sind für immer in unseren Herzen festgeschrieben. Und am schönsten ist es, wenn wir sie uns vorlesen oder vorlesen lassen!

Alan Alexander Milne:
Pu der Bär
Gesamtausgabe
Einbandgestaltung von Konstantin Buchholz
Einband und Illustrationen von Ernest H. Shepard
Aus dem Englischen von Harry Rowohlt
Hamburg 2009 (Dressler)
€ 15,90
ISBN-13: 978-3-7915-1339-3
Überall im Buchhandel








Aber wisst ihr auch, wie es zu dieser Geschichte kam - und wer der kleine Schwarzbär war, die sie auslöste? Oder vielmehr: Eine kleine Schwarzbärin, die ein kanadischer Soldat und Tierarzt einst einem Trapper abkaufte. Dieses Bilderbuch erzählt die spannende und rührende Geschichte, von Winnie, die später im Londoner Zoo Alan A. Milnes Sohn Christopher Robin kennenlernen sollte.

Lindsay Mattick
WINNIE
Die wahre Geschichte des berühmten Bären

Mit Illustrationen von Sophie Blackall
Übersetzung aus dem Amerikanischen
Münster 2015 (Bohem)
€ 19,95
ISBN 978-3-95939-027-9
Überall im Buchhandel

Heute, am 21.Oktober, ist übrigens "Tag der Kinderseiten". Denn es ist wichtig, dass Kinder im Internet gute Seiten vorfinden, auf denen sie sich informieren, Lerntipps und Ideen einholen oder auch einfach spielen und Spaß haben können, ohne von Erwachsenen, die es nicht gut mit ihnen meinen, - denn solche gibt es leider auch! -, für dumm verkauft, ausgenutzt oder ausspioniert zu werden. In diesem Blog auf der rechten Seite - ziemlich unten - habe ich schon seit längerer Zeit Links für Kinder aufgelistet, die zu empfehlen sind, und es werden immer wieder welche hinzukommen. Ihr braucht euch einfach nur durchzuklicken.

Kinder haben das Recht auf gute Bildung und gute Medien - und dies gilt es immer wieder einzufordern. Bücher, in denen Kinder sich über dieses Recht und weitere Kinderrechte nach der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) informieren können, waren eine Zeitlang vergriffen und kaum mehr zu bekommen. Umso erfreulicher ist es, dass in diesem Jahr ein solches neu erschienen ist, worin ihr viele eurer Fragen verständlich beantwortet bekommt.

Anke M. Leitzgen:
DAS SIND DEINE RECHTE
Das Kinderrechte-Buch
Mit Illustrationen von Signe Kjær
Weinheim 2017 (Beltz)
€ 14,95
ISBN: 978-3-407-82178-2
Überall im Buchhandel


Niemals zum Essen, nur zum Anschauen:
Fliegenpilze im Hohloh-Moor

Ich selbst habe hier ja "nur" ein persönliches Blog, in dem ich euch meine Eindrücke erzähle und Bücher empfehle, die ich selbst kenne und mag. Und leider schaffe ich es auch nicht immer, so oft neue Beiträge zu einzustellen, wie ich das eigentlich gern möchte. Denn ich habe ja noch meinen Beruf, in dem ich auch mit Kindern arbeite, und darüber hinaus so manches weitere Schreibprojekt. Ich hoffe, dass es euch, wenn ihr euch hierher "verirrt" habt, dennoch ein bisschen gefällt. Ihr könnt mir jederzeit auch gerne unten einen Kommentar hinterlassen. Oder schreibt mir unter: Bettine@bettys-corner.de!

Meine 4-beinige Freundin aus dem Odenwald
In jedem Fall wünsche euch noch einen schönen, farbenfrohen Lese-Herbst!

Herzliche Grüße

Eure Betty





Dienstag, 1. November 2016

Vom Malersmann Herbst, vom Abenteuer der Buntheit und Vielfalt, vom Glück... - und vom Lachen, das alle verbindet

Der Herbst, der ist ein Malersmann,
er malt die grünen Blätter an.
In vielen Farben leuchtet bald
der buntgeschmückte Wald.

Der Herbst geht durch das ganze Land,
und hält er Rast am Wegesrand,
sind Fluss und Tal in Dampf getaucht,
weil er sein Pfeifchen schmaucht.

Kinderlied (Text: Walter Krumbach)



Und schon bringt Maler Herbst, den der Sandmännchen-Dichter Walter Krumbach hier so schön beschreibt, die Wälder zum Leuchten und zeigt uns an, dass wieder ein Jahr bald zu Ende geht. Immer wieder bedeutet der Herbst für viele von uns auch: Sich auf Neues einstellen. Ein neues Schuljahr. Neue Aufgaben. Neue Gesichter. Und - hoffentlich - neue Freundschaften!

Frankfurter Buchmesse 2016 - Messeturm





Frankfurter Buchmesse 2016 - Bei den Kinder- und Jugendbuchverlagen
Eine besondere Jahreszeit ist der Herbst für alle, die Bücher lieben.
Im Monat Oktober werden auf der Buchmesse in Frankfurt neu erschienene Bücher für Groß und Klein vorgestellt. In riesigen Hallen finden sich: Bücher, Bücher, Bücher... Und hier und da sind auch manche Autorinnen und Autoren persönlich anzutreffen. Ich bin hingefahren und habe mich umgesehen. Es ging mir wie immer, wenn es von allem sehr viel - fast zu viel - gibt: Ich lasse mich hierhin und dorthin treiben, schaue und staune, trödle, verpasse vieles und muss wieder gehen, ohne alles gesehen zu haben. Trotzdem hat es mir großen Spaß gemacht.

Frankfurter Buchmesse 2016 - Lesezelt


Ein Buch, das mir im Vorübergehen aufgefallen ist und mich angesprochen hat, möchte ich Euch hier vorstellen. Es handelt von nichts weniger als vom Glück! Glück hatte die Eichel, die das Eichhörnchen versteckt hatte. Glück, dass dieses Eichhörnchen das Versteck nicht wiederfand. So etwas passiert Eichhörnchen oft und ist nicht schlimm, weil diese Tiere stets reichlich Wintervorräte anlegen. Es wird trotzdem gut über den Winter gekommen sein. Aus der vergessenen Eichel jedoch kann ein stattlicher Baum wachsen, trotz vieler Gefahren, denen er jedesmal wiederum mit Glück entgeht. Mit phantasievollen Bildern erzählt diese Geschichte von den vielen Zufällen des Lebens, die zum Wachsen und Gedeihen - und zum Glück nötig sind.

Gewidmet ist das Buch "den Bäumen, den Wäldern und allen, die sie schützend bewahren". Dies erinnert uns an unsere Verantwortung! Denn es ist das Holz von Bäumen, aus dem unser Papier gemacht ist, aus dem wiederum die Bücher sind. Umso schöner, wenn ein Buch von Bäumen erzählt und uns Menschen zur Achtsamkeit gegenüber der Natur ermahnt!


Ghislaine Roman:
Puh!
Illustrationen von Tom Schamp
Aus dem Französischen von Gertrud Posch
Bohem Verlag
ISBN 978-3-95939-037-8
Überall im Buchhandel
 
 


So bunt wie die Farben des Herbstes sind auch wir Menschen selbst. Jede und jeder von uns hat eine eigene unverwechselbare Persönlichkeit, bringt eigene Talente und Begabungen mit und hat eine eigene Geschichte zu erzählen. Manche sind weit gereist. Oder ihre Eltern oder Großeltern kommen aus anderen Gegenden der Welt.

Bei unserem Kinderclub, den "Lesefüchsen", haben wir neulich unsere Sprachen, die außer Deutsch zuhause gesprochen werden, zusammengetragen und festgestellt, dass es bei uns ebenso viele verschiedene Sprachen wie Kinder in unserem Club gibt. Dies ist eine große Chance, voneinander lernen zu können! Aber dafür müssen wir bereit sein, einander zuhören. Bücher in mehreren Sprachen können uns dabei helfen.

"Bestimmt wird alles gut" ist die sensibel erzählte Geschichte einer Flucht, wie sie viele Kinder, die neu bei uns in Europa angekommen sind, auf ihre eigene Weise hinter sich haben. Die bekannte Kinderbuchautorin Kirsten Boie hat zwei geflüchtete Kinder aus Syrien in ihrer eigenen Nachbarschaft kennengelernt. Sie hat sich von ihnen erzählen lassen, was sie erlebt hatten, und es aufgeschrieben. Das Besondere an diesem Buch: Es kann auf in deutscher und arabischer Sprache gelesen - und natürlich vorgelesen - werden. So lernen wir nicht nur einander, sondern auch unsere Sprachen gegenseitig besser kennen.

Kirsten Boie/Jan Birck:
Bestimmt wird alles gut
Übersetzung ins Arabische: Mahmoud Hassanein
Leipzig 2016 (Klett-Kinderbuch)

ISBN: 978-3-95470-134-6
Überall im Buchhandel





Manchmal bedeutet Glück einfach, noch einmal davongekommen zu sein. Neue Freunde zu finden, sich angenommen, geborgen und zuhause fühlen zu können.

Zum Glück: Gemeinsam spielen, lachen und Spaß haben geht immer, egal, welche Sprache jede und jeder spricht!

Manche Bücher habe ich als Kind geliebt und sie doch nicht behalten; ich habe sie weitergegeben, als ich älter wurde. Für eine gewisse Zeit hatte ich sie dann vergessen und als ich mich wieder an sie erinnerte, waren sie bei den Verlagen vergriffen und höchstens noch antiquarisch - also gebraucht - zu bekommen. So ging es mir mit den "Achtundzwanzig Lachgeschichten" von Ursula Wölfel, die nun glücklicherweise in diesem Herbst neu aufgelegt wurden.

Da gibt es die Maus, die sich nachts in den Laden geschlichen hat und darin immer nur hin und her rennt, weil es von allen Seiten so gut riecht, dass sie darüber vergisst, rechtzeitig mit dem Essen anzufangen. Oder die Frau, die so viel zu tun hat, dass sie alles durcheinander bringt und erstmal ein großes Chaos veranstaltet. Oder den eiligen Mann, der mitten durch die Häuser läuft, weil er glaubt, keine Zeit zu haben, außen herum zu gehen! Geschichten, die in die heutige Zeit noch genauso passen wie in frühere Tage, weil es doch immer wieder dieselben verrückten Sachen sind, die Menschen so - oder so ähnlich - passieren - oder die sie sich ausdenken. Die Autorin Ursula Wölfel, die auch die bekannten "Suppengeschichten" und "Joschis Garten" geschrieben hat, lebt leider seit zwei Jahren nicht mehr, aber ihre Tochter Bettina Wölfel hat die fröhlichen, pfiffigen Illustrationen in der neuen Buchauflage gezeichnet.

Ursula Wölfel, Bettina Wölfel:
Achtundzwanzig Lachgeschichten
1969 (4. Neuauflage 2016)
Thienemann
ISBN: 978-3-522-18231-7
Überall im Buchhandel



Für manche - wie für mich - bedeutet Glück auch, etwas Schönes zu finden oder zu sammeln...












Oder eine schöne Herbstwald-Wanderung....







Oder das Erkunden einer alten Burg...


















 Oder eine schnurrige Begegnung...




Oder eben ein gutes Buch lesen bei einer schönen Tasse Tee!

Was immer es für Euch sein mag:

Ich sende Euch diesen Glückskäfer, auf dass Ihr einen glücklichen Herbst verbringen möget!

Auf bald!

Betty

Sonntag, 7. Februar 2016

Vom Lied, das in allen Dingen schläft, von frechen Hexen - und vom Farbenzauber des beginnenden Frühlings

„Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.“


Joseph Freiherr von Eichendorff








Woran denkt Ihr bei diesem Gedicht? Fallen auch Euch Dinge ein, in denen ein Lied schlummert, - so wie jetzt in mancher Blütenknospe der kommende Frühling? Die in Euch eine Erinnerung an ein schon einmal gehörtes oder gelesenes Gedicht wachrufen? Oder die in Euch die Lust wecken, vielleicht etwas Eigenes zu dichten?



Gedichte können uns auf ganz verschiedene Weise begegnen. Manche gefallen uns, manche nicht. Manche berühren uns. Manche bringen uns zum Lachen, manche zum Nachdenken, manche vielleicht auch zum Weinen. Manche sind Zungenbrecher und wecken den Spaß am Spiel mit der Sprache. Manche machen uns Mühe, wenn wir sie auswendig lernen wollen - oder sollen, wie manchmal in der Schule. Manche gehen nur schwer in unser Ohr und unseren Kopf, manche wieder ganz leicht. Manche vergessen wir für eine Zeit und später fallen sie uns wieder ein - vielleicht erst, wenn wir schon etwas älter sind - und werden uns dann noch einmal ganz wichtig. Manche sind wie Spiegel, andere wie Fenster in eine andere Welt.

Manchmal lassen Gedichte ein Bild vor unserem inneren Auge entstehen. Das Interessante und Schöne daran ist: Dieses Bild kann bei jedem Menschen ein ganz eigenes, von dem eines anderen Menschen ganz und gar verschiedenes sein. Denn jeder und jede von uns hat ja andere Erfahrungen, Erinnerungen, Wünsche und Träume, mit denen er oder sie dieses Gedicht verbinden kann. Und so kann es geschehen, dass wir, wenn hundert Menschen ein und dasselbe Gedicht lesen - oder hören - oder sich vorsagen... - manchmal eine ganze Galerie von Bildern zusammenbekommen. Zwar kann jeder von uns immer nur sein eigenes Bild vor sich sehen, aber wir können unsere Bilder einander beschreiben und von ihnen erzählen.






Eine bunte Gedichte-Sammlung für Kleine und Große, in der jeder und jede etwas für sich finden kann, bietet dieses Buch:

Amelie Fried (Hg.), Sybille Hein (Illustrationen)
Ich liebe dich wie Apfelmus
Die schönsten Gedichte für Kleine und Große
München 2014 (cbj Kinder- und Jugendbuchverlag)
ISBN: 978-3-570-15974-3
Überall im Buchhandel

Ich habe in ihm viele der lieben alten Reime wiedergefunden, die meine Oma mir früher vorsagte, - wie den von der kleinen Hex morgens früh um sechs, den ich besonders gern mochte. Denn als ich drei Jahre alt war, hieß es auch für mich morgens früh um sechs: Aufstehen, flugs frühstücken und dann, den Teddybären unter den Arm geklemmt, an der Hand meiner Mutter im Schweinsgalopp zum Bus, der uns zu den zehn Kilometer entfernt wohnenden Großeltern brachte, wo ich dann bis mittags blieb, so lange meine Mutter arbeitete. So verbrachte ich in einem Alter, in dem Kinder heute in den Kindergarten gehen, viele Vormittage mit meiner Oma, die mir immer gern viele Lieder und Reime aus ihrer eigenen Kindheit vorsang und vorsagte. Für sie war ich wohl die kleine Hex, die - nun ja, beinahe! - morgens früh um sechs kam und zum zweiten Frühstück am Küchentisch - noch so einer von den alten, weiß gestrichenen, mit einer geheimnisvollen Schublade voller Krimskrams - Apfelschnitze knabberte und Kakao trank. Damals machte mir das frühe Aufstehen noch nichts aus. Ich fand es spannend. In den Kindergarten bin ich später dann auch noch gegangen, aber erst ein Jahr, bevor ich in die Schule kam.

Schöne alte Gedichte finden sich im Buch, wie das vom schlafenden Lied in allen Dingen von Joseph Eichendorff, der vor zweihundert Jahren lebte, oder der bekannte Zauberlehrling von Goethe. Dann wieder neue, pfiffige, freche oder auch nachdenkliche Verse von Autorinnen und Autoren, die Ihr vielleicht von anderen beliebten Kinderbüchern kennt, wie Urmel-Vater Max Kruse, Sams-Erfinder Paul Maar, Jutta Richter oder Tanja Dückers.

Das Tolle an Sammlungen von Gedichten oder auch Geschichten ist, dass sie uns die Möglichkeit geben, ganz verschiedende Autorinnen und Autoren kennenzulernen. Manchmal gefällt uns etwas besonders gut und wir bekommen Lust, nachzusehen, was es von diesem Autor oder dieser Autorin sonst noch gibt. So erging es mir mit Jutta Richter und Tanja Dückers, deren Gedichte mich besonders angesprochen hatten. Beide Autorinnen haben sehr schöne Internet-Seiten, die zum Stöbern einladen; ich habe sie darum hier gleich mit verlinkt.

In diesem Zuge - da wir schon bei den Hexen wären! - fand ich von Jutta Richter eine herrliche Hexengeschichte, die wohl im Laufe der Jahre so viele Fans bekommen hat, dass es immer wieder eine Neuauflage von ihr gibt.

Jutta Richter:
Hexenwald und Zaubersocken
illustriert von Jörg Mühle
München 2010
Hanser Verlag
ISBN 978-3-446-23517-5

Link zum Buch

Als besondere Empfehlung sei noch das bei IGEL-Records erschienene Hörbuch zur Geschichte (ISBN 978-3-89353-315-2) erwähnt - mit der Autorin als Sprecherin ein Hochgenuss!


Von Tanja Dückers entdeckte ich dieses pfiffige Bilderbuch. Es handelt von dem Mädchen Lara mit einer großen Vorliebe für die Farbe - nein, nicht Pink, diesmal nicht, sondern - Grün! Und bald stellen sie und ihre Freundin Finja fest, dass es keineswegs nur eine Art von Grün geben kann. Denn wie die Sprache der Inuit mehr als 20 verschiedene Wörter für Schnee kennt, so muss es nach Laras Überzeugung auch für die Farbe Grün jede Menge Namen geben! So finden und erfinden die Kinder munter drauflos und entdecken immer neue Nuancen von Grün, bis - ja, bis Lara eines Tages plötzlich - ganz in Blau in der Tür erscheint! Und schon ist die Reihe an uns, die Geschichte - und das Blau - und vielleicht noch ganz andere Farben, warum nicht auch Pink? - weiterzuerzählen und neue Bilder zu schaffen.

Tanja Dückers/Katja Gehrmann (Illustrationen):
Katzenaugen-grüne-Trauben-Blitzer-Glitzer-Geistergrün
München 2015
Hanser Verlag
ISBN 978-3-446-24754-3

Link zum Buch

 








Farben tun Augen und Seele gut, gerade jetzt zum Ende des Winters, der bei mir zuhause nur wenig Schnee einbrachte. Umso mehr freue ich mich über die ersten Frühlingsboten, die wir in diesem Jahr früher als sonst in den Gärten finden können, wie hier im Garten meiner Mama.



Ich wünsche Euch noch viel Lesespaß in diesem ausklingenden Winter, schöne, närrische Karnevalstage und einen farbenfrohen Frühlingsbeginn!



Herzliche Grüße!

Betty